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29. September 2023

Stadtwerke starten PV-Freiflächen-Projekt: Interessante Rendite für Investoren

Interessantes Anlageprojekt – Die Produktion von Sonnenstrom über die neue PV-Freiflächen-Anlage der Stadtwerke Soest könnte bald viele tausend Einfamilienhäuser energetisch versorgen. Auch für Investoren ist das Projekt hoch interessant.
Bild: © karegg - stock.adobe.com

 

Neben den PV-Modulen auf Hausdächern haben mittlerweile auch PV-Freiflächen-Konzepte mit Ständerbauweise Konjunktur. Vorteil: Bei den genutzten Flächen handelt es sich vornehmlich um sogenannte „Sonderflächen“ - beispielsweise entlang von Autobahnen - die anderweitig nur schwer zu nutzen wären. Außerdem: Die Flächen werden nicht versiegelt. Sie bleiben also als Schatten- und Lebensraum für Insekten und Kleintiere weiterhin verfügbar.

13,5 Hektar Module für sechs Mio. Euro

Ein großes Projekt der Stadtwerke Soest befindet sich derzeit auf der Planungszielgeraden. Auf einem gepachteten Grundstück entlang der Autobahn sollen Anfang bis Mitte 2024 auf insgesamt 13,5 Hektar Solarmodule gebaut werden. Investitionsvolumen insgesamt: rund sechs Millionen Euro. Idealerweise könnte die PV-Freiflächen-Anlage noch im kommenden Jahr ans Netz gehen und Strom liefern. „Derartige Prognosen können bei keinem Projekt derzeit als in Stein gemeißelt postuliert werden“, schränkt Stadtwerke-Fachmann Henrik Volmar ein, „aber wir verfolgen trotz Lieferengpässen und Fachkräftemangels ehrgeizige Ziele, die wir erreichen wollen.“

Lukrative Konditionen

Auch für Investoren ist das Projekt hoch interessant. Die zuständige Fachabteilung beziffert die zu erwartende Rendite bei dem PV-Freiflächen-Projekt auf etwa fünf Prozent. „Derartige Investitionsbedingungen sind aktuell nicht einfach zu finden“, heißt es von Seiten der Stadtwerke. Das Risiko sei bei diesem Projekt zudem überschaubar, da mit PV-Technik im Allgemeinen und der Ständer-PV-Freiflächen-Technologie im Besonderen bereits umfangreiche Erfahrungen bestünden. Besonders lukrativ ist das Projekt für Unternehmen: Sie erzeugen zukünftig einen Teil ihres Stroms selbst über die Investitionsbeteiligung. So kann langfristig Strom zu Peakzeiten zwischen fünf und zehn Cent pro Kilowattstunde bezogen werden, so die aktuelle Prognose. Damit ist eine solche Investitionsentscheidung wirtschaftlich attraktiv. Dazu kommt, dass derartige Projekte auch in Image- bzw. Nachhaltigkeitsberichten von Unternehmen sehr positive Wirkungen erzeugen. Im ersten Quartal 2024 werden die konkreten Zahlen vorliegen. Reservierungen, um bei dem Projekt dabei zu sein, können bereits heute abgegeben werden.

Hohe Leistung bis 15 Megawatt Piek

Die PV-Freiflächen-Anlage soll auf einem Grundstück entlang der Autobahn entstehen. Nach den aktuellen Vorgaben wird das Gebiet umzäunt und mit Zufahrtstoren ausgestattet. Ebenso entstehen Fuß- und Feuerwehrwege. Der Grasschnitt kann technisch per Rasenmäher oder biologisch günstig mit einer regelmäßig beherbergten Schafherde bewerkstelligt werden. „Das Tierwohl ist bei diesem Projekt von ausgesprochen hoher Bedeutung“, bestätigt Henrik Volmar, „denn viele Pflanzen- und Blumenarten bevorzugen verschattete Lebensräume ebenso wie viele Kleintiere und Insekten.“ Die rund 14 Gigawattstunden erzeugter Strom könnten bereits Ende 2024 rund 4.000 Einfamilienhäuser komplett mit Energie versorgen. Durch das Rammverfahren verdichtet bzw. versiegelt werden auf der Gesamtfläche von 13,5 Hektar nur etwa 1.300 Quadratmeter Fläche. Die übrigen mehr als 130-tausend Quadratmeter bleiben unberührt.    

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Henrik Volmar   
EDL Leitung Elektrische Systeme 
T 02921.392-229
H.Volmar@stadtwerke-soest.de